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Die Emmendinger Tafel: Eine von über 800 in Deutschland

Wenn die Politik versagt, boomen die Tafelläden – Handeln im Widerspruch

Tafeleröffnung am 16.01.07Eröffnung der Emmendinger Tafel am 16. 01. 2007

Der Tafel-Gedanke

Nicht alle Menschen haben ihr täglich Brot – und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Die Tafeln bemühen sich um einen Ausgleich – mit ehrenamtlichen Helfern, für die Bedürftigen ihrer Stadt. Das Ziel der Tafeln ist es, dass alle qualitativ einwandfreien Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Bedürftige verteilt werden. Die Tafeln helfen so, diesen Menschen eine für sie schwierige Zeit zu überbrücken und geben ihnen dadurch im besten Falle auch Motivation für die Zukunft.
Hans Jakober in MemoriamHelfen kann glücklich machen… H. Jakober – in Memoriam, einer der ersten Helfer

Das Tafel-Konzept

»Jeder gibt, was er kann«. – Nach diesem Leitspruch engagieren sich örtliche Bäckereien und Wochenmärkte, Supermarktketten, Kfz-Mechaniker, Grafiker, Automobilhersteller, Beratungsunternehmen... Viele Helfer spenden ihre Freizeit für die Idee. Ein paar Stunden am Tag, in der Woche, im Monat – so wie es die persönlichen Möglichkeiten zulassen. Rund 80.000 Menschen engagieren sich als ehrenamtliche Tafel-Helfer mit ihrer Zeit.
Die gesammelten Lebensmittel werden weitergereicht an bedürftige Personen. Direkt durch Lebensmittelausgaben – oder indirekt, indem Einrichtungen beliefert werden, die Essen an bedürftige Menschen ausgegeben. Die Abgabe der Lebensmittel erfolgt kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer
ermöglichen die Tafeln

Pinnwand mit Bildern der Ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ersten Stunde.

Es war kein Problem sie zu finden. In Emmendingen ist ehrenamtliches Engagement weit verbreitet und genießt hohes Ansehen. Im 3. Jahr der Emmendinger Tafel sind die meisten Ehrenamtlichen noch dabei.